Sachkundenachweis Hund

Sachkundenachweis Hund

In Deutschland sind die Hundegesetze Ländersache. Deshalb gibt es für den Sachkundenachweis unterschiedliche Anforderungen. Hundegesetze gab es schon im 15. Jahrhundert. Für freilaufende Hunde war damals eine Knüppelung erforderlich. Diese Maßnahme sollte zum Schutz von Wildtieren dienen. Dem Hund wurde ein Knüppel an den Hals gebunden. Die Folge war, der Vierbeiner konnte nicht mehr effektiv das Wild jagen.


Ein Sachkundenachweis für einen Hund ist für unterschiedliche Anforderungen notwendig. Die meisten Menschen denken dabei an die Listenhunde. Hier sind besonders gefährliche Hunde gemeint, wo an dem Hundehalter bestimmte Anforderungen gestellt werden. So kann Leinenpflicht bestehen. Bei einigen Hunden kommt noch die Maulkorbpflicht dazu, wenn der Hundehalter sich in der Öffentlichkeit bewegt. In einer Schulung muss gelernt werden, richtig mit dem Tier umzugehen. In einer theoretischen Prüfung werden dem Hundehalter verschiedene Fragen gestellt. Im Internet kann jede Person ihr Wissen auf diesem Gebiet überprüfen und die Fragen zum Sachkundenachweis beantworten.


Im praktischen Teil wird das Wesen eines Hundes überprüft. Die notwendigen Fähigkeiten für Hund und Mensch kann auf einer Hundeschule gelernt werden. Der Hund muss auf Kommandos hören und darf nicht aggressiv auf andere Artgenossen reagieren. Die anstehenden Aufgaben müssen ständig wiederholt werden. Auch später ist mit den entsprechenden Kommandos zu arbeiten, damit der Hund nichts verlernt.


Wissen sollte ein Hundehalter auch, dass das Liegenlassen von Hundekot eine Ordnungswidrigkeit ist. Das Koten in Sandkästen oder Kinderspielplätzen kann eine Straftat werden, wenn die Exkremente nicht umgehend beseitigt werden.

Für bestimmte Berufsgruppen ist ebenfalls ein Sachkundenachweis für Ihren Hund erforderlich. So müssen beispielsweise Ausbilder von Schutzhunden eine entsprechende Ausbildung absolviert haben. Hier ist es besonders wichtig, dass gute Kenntnisse über das Wesen von Hunden vorliegen. In der Grundausbildung werden dem Vierbeiner wichtige Kommandos beigebracht, welche exakt ausgeführt werden müssen. In einer Spezialausbildung wird auf ein entsprechendes Fachgebiet hingearbeitet. Ganz besondere Anforderungen werden an einem Hund gestellt, welcher nach Sprengstoff suchen soll. Das Tier darf den Gegenstand nicht berühren. Durch das Hinsetzen zeigt der Vierbeiner an, hier könnte Sprengstoff vorhanden sein.


Mit einem Sachkundenachweis hat der Hundehalter ein Beleg, dass er in der Lage ist, mit seinem Tier richtig umzugehen. Leider werden jährlich viele Menschen von einem Hund gebissen. Oft sind die Leute dabei selbst schuld. Ein Hund vor der Kaufhalle sollte nicht gestreichelt werden. Das Knurren eines Hundes ist die erste Warnung, sich nicht weiter zu nähern. Wird dieses Verhalten ignoriert, ist es nicht verwunderlich, wenn der Hund zubeißt. Nicht jeder Hund möchte von fremden Leuten gestreichelt werden.